Projektarbeit von 2009

Songa Burundi!


Zentral-Afrika im Juni 2009


Ca. 10 km von dem Deutschen-Kolonialstützpunkt Burundi-Gitega in Deutsch- Ostafrika vor dem Ersten Weltkrieg gründete die Missionarin Regina Stracke aus dem Sauerland den ersten afrikanischen Schwesternorden im Jahre 1933. Die Schwestern arbeiteten nach dem Vorbild ihrer Gründerin. In den weit verstreuten Buschansiedlungen mit kleinen Kranken- und Beratungsstationen arbeiteten sie an der Basis der Dorfgemeinschaften. So entstand unter ihrer Leitung das kleine Dispansär (Erste-Hilfe-Station) von Songa in den 80er Jahren. Aus der Explosion des Bevölkerungszuwachses in den folgenden Jahren wurde das kleine Hospital in Songa gebaut mit ca. 50 bis 60 Betten, um den oft sehr geschwächten Menschen nach einer bedenklichen Diagnose die weiten Fußmärsche zu ihren Dörfernersparen zu können.


Die Krankenschwestern des Ordens sind bei der Vielfalt der Krankheitsbilder oft hilflos. Seit Jahren suchen und fragen sie nach einem Dokter, der ihnen hilfreich mit seinen Erfahrungen zur Seite steht und sie im eigenen Land weiterbildet. Bei jedem Aufenthalt meiner seits in Deutschland versuchte ich Verbindungen mit Senior-Experten aus diesem Ärztebereich zu finden, aber die 12 Bürgerkriegsjahre waren für so ein Vorhaben eine Barriere. Auch haben die 12 Jahre das Land und die Menschen verändert, durch die Angst und Mutlosigkeit waren sie geprägt. Dass sich eine Hoffnungslosigkeit verbreitete, kann man jetzt spüren bei einer Fahrt durchs Land der über 1000 Hügel. Es ist überall Aufbruchstimmung.

Im Februar diesen Jahres begleitete ich eine Landtagsdelegation auf den Weg nach Burundi. Es gibt im ganzen Land verstreut Projekte, die von deutschen Entwicklungsgeldern gefördert und unterstützt werden. Zusätzlich gibt es aber auch viele private ehrenamtliche Projekte, die Unterstützungen bei den jeweiligen Ländern finden.

 


Ein Freudenruf

„Alleluja AllelujaAlleluja“

Aus der Delegationsgruppe hat sich ein nochpraktizierender Arzt der Algemeinmedizin bei dem Besuch in Songa entschlossen, sich hier mit persönlicher Hilfe einzubringen, um den Menschen in der Umgebung mit ihren gesundheitlichen Nöten behilflich zu sein.

Es war nicht nur ein bedeutungsleerer Spruch, der im Februar nach dem Besuch in Songa über seine Lippen kam, als er zu mir sagte:

„Ja das ist es, da kann ich mich einbringen.“

Er setzte die Organisation zur Verwirklichung seiner Idee, sofort mit Planungen um. So kam es auf Anfrage, ihn für eine kurze Inspektionsreise zu begleiten, um mit der Planung eines Programms in Burundi beginnen. Sein Ärztlicher Dienst in seiner Heimat ließ ihm zeitlich keinen großen Spielraum als nur eine Woche. Aber wir blicken beide auf eine erfolgreich geplante und durchgeführte Inspektionsreise zurück.

Die Schwestern sind als Erstes in die Pflicht genommen worden, ihren Eigenanteil zu leisten, das neue Projekt nicht bloß auf Geberstatus zu beginnen, sondern der Eigenanteil muss an erster Stelle stehen, um den Wert der Aktion zu schätzen, mit Eigeninitiative zu fördern und zu erhalten. Nach den Vorstellungen des Doktors müssen für die vorhandenen Räumlichkeiten der Operationen, Endoskopie und Gynokologie die nötigen hygienischen baulichen Änderungen vorgenommen werden. Für die Materialien, nicht für die Arbeitsausführungen haben wir einen Kostenvoranschlag, der wie  gehoft wird, durch Spendengelder getragen werden kann. Auch muss jetzt ein Container gepackt werden um den OP, Endoskopie- und Gynokologie-Raum einrichten zu können. Ein Wohnhaus für Ärzte und eventuelle Helfer ist vorhanden, in dem außer einem Elektroherd und Kühlschrank alle Einrichtung in Ordnung ist und allen Helfern kostenlos zur Verfügung steht. Auch das Behinderten- und Waisen- Zentrum „Zachäus-Haus“ stellt erst einmal die Transportmöglichkeit für den Doktor zur Verfügung. Bei allen Begegnungen dieser wöchentlichen Inspektionsreise gab es nur strahlende Gesichter und dankbar leuchtende Augen. Sobald sie erfuhren, dass der Doktor kommen wolle um zu helfen, gab es nur einen Ausspruch: “Oh ego- Murakosse tschane“ (Oh ja danke schön) 2 oder 3mal hintereinander. Der Heilkräutergarten und die großen Anpflanzungen des Malariaheilkrautes der Artemisia annua Teepflanze, den Moringa- und Nim-Baum Pflanzen in Gitagas Behinderten-Zentrum, waren für uns eine Selbstverständlichkeit mit Sr Candida. Es war für mich erfreulich das Ergebnis ihrer Eigeninitiative zu sehen. Seit ich mit Hilfe der Anamed International Gruppe, Artemisia annua vor 4 Jahren in Burundi mit Pflanzungen bekannt machen konnte, und seit dem diese Heilpflanze schon vielen armen der Ärmsten und aufgeschlossenen Menschen als Lebensrettende Anwendung dient, wusste ich, das es auch hier aufwärts ging für Burundi. So ist es auch von großer Wichtigkeit, im Landesinneren Gitega-Songa ein Labor einzurichten was nicht nur den Malariatest macht, sondern auch Pflanzen und Pflanzeninhaltstoffe analysiert, wozu die eigenen Leute in ihrem Land angelerntwerden müssen.

Es war wichtig für den Doktor, auch einmal andere Hospitaler im Land, ob staatlich, kirchlich oder privat geführte-, zu besuchen, um einen Eindruck vom Zustand, den Sorgen und Nöten der einzelnen Stationen zu bekommen. Dies war zum Teil erschütternd. Bei jeder Besichtigung wurde er um seine Hilfe gebeten, sich doch einmal eben diesen oder jenen schwierigen Fall anzusehen. Das Programm für diese Woche hatte ich gezieltvorgeplant. Außer Songa, dem Hauptziel der Reise, wo wir 2 Tage gestraffte Planungsarbeit mit der glücklichen Schwesterngemeinschaft durchgeführt haben, fuhren wir erst in den südlichen Landesteil durch die Pistenlandschaft nach Mugonsati, ein großes für afrikanische Verhältnisse Vorzeige- Hospital, das von einer polnischen Ordensgemeinschaft seit 30 Jahren geführt wird, auch trotz der vielen politischen Schwierigkeiten. Diese Station sucht ebenfalls händeringend nach der Hilfe eines Arztes unter den gleichen Voraussetzungen wie in Songa, wo für die gute Unterkunft gesorgt ist. Das 100 Jahre alte staatliche Hospital in Gitega ist in einen katastrophalen Zustand, baulich und personell. Es verfügt aber über keinen konstanten Führungsstil. Weiter nördlich besuchten wir das Hospital in Ngozi. Es ging weiter zu dem Hospital in Kayanza, welches auch in und nach den Bürgerkriegsjahren von dem Partnerschaftskrankenhaus in Gengenbach und den Landesmitteln immer wieder im Rahmen des Möglichen unterstützt wurde und weiter unterstützt wird. Zurzeit werden Erweiterungsbauten, die aus Gründen der Bevölkerungsdichte der Region dringende notwendig sind, durchgeführt. Sie machten bei unserer Besichtigung einen guten Eindruck, was wir auch bildlich darstellen können. Hier arbeitet ein chinesisches Ärzteteam unter Führung der staatlichen Gesundheitsbehörde. Im Osten des Landes ist das große Hospital in Bubanza. Hier konnte der Doktor ein gut ausgestattetes und geführtes Krankenhaus besichtigen unter der Arztlichen Führung einer Ordensfrau der Bene Terezya mit ihren Schwestern. Zurzeitlich begrenzten Aushilfe wird sie von einem Arzt aus Italien unterstützt. Als Nächstes stand das Hospital in Mutumba auf dem Plan. Von Bujumbura ging es wieder zum Süden, aber diesmal lag zur Rechten den Lac Tanganica und zur Linken die Berglandschaft mit den verstreuten kleinen Ansiedlungen und Bananenhainen. Eine üble kurvenreiche Piste führte uns mit Sr. Isette zu dem Hospital, wo Hunderte von Patienten warteten, vorwiegend Frauen mit Kleinkindern. Auch hier wurde die direkte Hilfe des Arztes in Anspruch genommen. Seinen Plan, einen Tag in der Woche bei seinen Einsatz in Songa für eine Krankenvisite in Mutumba zu verbringen, würden die Mutumba-Krankenschwestern mit Freuden begrüßen. Auch bei ihnen fehlt es am Arztlichen Beistand. In Bujumbura selbst mussten noch in einem Kinderheim Kinder mit Gesichts und Kopftumoren angesehen und diese aus Ärztlicher Sicht besprochen werden. Das einzige Malariazentrum von Albert und Marierose Mbonanerane, in dem auchtäglich bis an die 200 bis 250 Kranke betreut werden, war beeindruckend für Dr. Rainer Schach. Auch das Behinderten-Zentrum Sankt Kizito, die Vondation von Verena Stamm, Savonor von Mattias Kunze, die deutsche Botschaft, alles Kontakte die wichtig sind, sie in Burundi zu pflegen, hab ich genutzt um den Doktor vorzustellen. Jeder war glücklich aber das Ergebnis der Delegationsreise im Februar durch die persönliche Entscheidung des Doktors, sich in Burundi mit seiner Praxis, Kraft, Wissen und Erfahrung einzubringen. Auch auf dem Gebiet der Weiterbildung für die einheimischen Krankenschwestern wird hier ein großer Vorteil gesehen. Der Doktor ist aufgeschlossen gegenüber der Schulmedizin und der Naturheilkunde, was für Afrika von großer Wichtigkeit ist. Ich selbst bin zufrieden und überglücklich über die Einstellung des Dokters wie mit meiner übereinstimmt.

Gesundheit und Bildung sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein Entwicklungsland man kann es auch umgedreht sagen.

Bildung und Gesundheit. Diese beiden Kriterien klar darzustellen für ein Entwicklungsland würden jetzt den Rahmen sprengen, weil ich zu viele Beispiele aussagen könnte. Aber viele gute Ansatzpunkte für diese zwei Entwicklungshilfeprojekte sind aus den gegebenen Möglichkeiten des Landes schon unterstützt worden, und wir hoffen wenn die Möglichkeiten gegeben sind, dieses auch weiterhin in Anspruch genommenwerden kann.

Jede Ärztliche und persönliche Hilfe für dieses Songa Projekt wird gerne angenommen

Fragen dazu: Dr. Rainer Schach Arzt für Allgemeinmedizin, Notfallmedizin, Reisemedizin, Akupunktur, Chirotherapie

E-Mail: drrainerschach@aol.com Oder hannelore.klabes@t-online.de

Das Buch:„Bei den vergessenen Kinder Burundis“                        ISBN 9783837085310 „Das zweite Leben in Afrika,“

ist erhältlich für 12.90 Euro

Kassel, Oktober 2009

Aktion,  "Wasser ist Leben."

Als ehrenamtliche Senior Expertin bin ich für das Behinderten und Waisen-Zentrum, so wie den Menschen der Dorfgemeinschaft von Gitega (Muschascha) in dem Zentral Afrikanischen Land Burundi unterwegs. Nach der zweiten Reise in diesem Jahr zu den Kindern und Jugendliche des Zentrums, was unter der Leitung des Afrikanischen Schwestern- Ordens der „Bene Theresia“ steht, schildere ich den Schwerpunkt der Hilfsaktion mit der Broschüre.

 

Wasser ist Leben für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Den Menschen behilflich zu sein in dem Entwicklungsland in den Bereichen Bildung und Gesundheit ist sehr wichtig, auch das sie dadurch ihrer Heimat treu bleiben.

1. Die Krankenstation in Songa-Gitega zu unterstützen, auch personelle Einsätze mit einem Ausbildungsprogramm für einheimisches Personal ist sinnvoll. Deutsche Ärzte werden für Urlaubseinsätze gesucht, können ihre Erfahrungen weiter geben und leisten einen großen Beitrag in der Hilfe zur Selbsthilfe.

2. Die Natürliche Medizin in den Tropen zur Malaria-Bekämpfung mit der Ursprünglich aus China stammenden durstigen „Artemisia annua“Pflanze, als Hilfe zur Selbsthilfe um sie für alle Bevölkerungs- Gruppen zugängig zu machen, brauch noch unsere Hilfe.

Noch wird das Wasser in derTrockenzeit von der bis zu 8 km weit entfernten Deutschen Quelle geholt, sie erinnert noch an die Deutsche Kolonialzeit vor dem 2. Weltkrieg. Das Transportmittel sind überwiegend die Köpfe der Frauen und Fahrräder, für diesen Dienst.

Jetzt ist eine Zentral Wasserstelle gefunden auf dem 1 Hektar großen Heilpflanzenfeld.

Eine Probebohrung der Bohrkolonne aus Uganda will in 50 Meter Tiefe das Kostbare Lebens- spendende Wasser mit Qualitätsanalyse und Förderanschlusspumpe durch führen.Aber die Action kostet 15000.- € was die Schwesternschaftder Bene Theresia auf dessen Grundstück die Wasserstelle liegt, nicht aufbringen kann.

Wer kann mit helfen !

 

über die St. Godehard

IBAN: DE25 3206 0362 0001 2550 29

BIC: GENOEDIHTK

Verwendung:   Wasser für Gitega Burundi Eingerichtet.

 

Auch der Erlös des Buches

„Die vergessenen Kinder Burundis“ Mein zweites Leben inAfrika

Zu erwerben im Buchhandel oder bei der Autorin für 12,90 € ist für das Wasserprojekt bestimmt.

 

HanneloreKlabes

Wilhelmshöher Allee337

34131Kassel

Tel:0561/ 34610

Email:hannelore.klabes@t-online.de   

artemisiafrau.de