Erster Reisebericht
Die Reise von Januar bis April 2007

Nach der außergewöhnlichen heftigen und langen Regenzeit, war trotzdem bei der Ankunft in der Hauptstadt das große Schwitzen bei Tag und Nacht in diesem Tropenklima angesagt. Es ist der Ersatz für die Saunaweld unserer Hessenterme in Kassel. Am ersten Tag wurde mit unseren Zachäus-Haus Studenten der mitgebrachte Hybrietsamen in Saattöpfe ausgesät. Nach drei Tagen wagten sich schon die Keimlinge ans Tageslicht, ca. 200 Stück. In den nächsten Tagen und Wochen folgten viele Gespräche und Ratschläge mit den Personen, die vor Eineinhalbjahren die ersten Artemisia annua Teegärten anlegten und von den Erfolgen und Problehmen berichten. Die Erfolge sind enorm,die Problehme bestehen aus der Beschaffung von Wasserbehältern für die Trockenzeit und Schutz der Felder vor Pflanzendiebstahlkurz vor der Ernte. Dies passierte in Rumonge und Gitega auf den freien Feldern. In dem vorbildlich geführtem FranziskusMalariazentrum im Ortsteil Kamengeunter der Leitung von Albert Mboneraane mit seiner Ehefrau Maria-Rose und der Gründung des Vereins Aluma Burundi wuchs die Wunderpflanze Artemisia annua in unübersehbaren Mengen im eingezäuntem Gelände. Der ersten Ernte nach der Fertigstellung des Zentrums standen Sie hilflos gegenüber, ohne Garten Personal. Es gibt Tage, wo 250 bis 300 Malariapatienten unter den überdachten Gängen liegen, sitzen und geduldig warten. Viele Mütter mit ihren kleinen Kindern. Es war sofort klar das diejahrelangen Bemühungen der Anamed-Gruppe von Dr. Hans-Martin Hirt den Ärmsten ein Medikament mit dem Losungswort "Pflanz doch selbst" für deine eigene finanzielle Unabhängigkeit in die Hand gegeben hat. Es bedarf keiner Menschenfreundlichkeiten der superreichen, wir helfen dir dabei. Aber in verschiedenen Ländern auch Burundi gab es immer noch Schwierigkeiten mit der Verbreitung und Anwendung der ganzen Pflanze Artemisia annua von den Gesundheitsministerien und der WHO, beide leben ja auch von den Einnahmen und Zuschüssen der Pharmagroßindustrie. An selbst angebautenTee kann die Großindustrie aber nichts verdienen. So war die wichtigste Aufgabe, neben sähen, pikieren, pflanzen und wässern, der Kontakt mit dem Ministere de la Sante du Burundiherzustellen. Dank dem Italien Pater Enzo aus Ryarusera, der durch seine über 30 jährige Tätigkeit im Land von dem Präsidenten die Burundische Staatsbürgerschaft erhalten hat, war dieser Schritt möglich. In seine Paroasse von über 2000 Meter Höhe hatte er ein Teefeld mit bester Qualität für meine Augen. Er belieferte das Krankenhaus in Bubanza wo ein Italien Dr.seine Malariapatienten im Krankenhaus mit den besten Erfolgen behandelte. Bekam dies aber dann vom Ministere de la Sante verboten. Er setzte mit seiner Gemeindesekretärinn ein Schreiben auf für verschiedene Anliegen und verhandelte mit dem Minister. Es ist alles von beiden Seiten unterschrieben und docomentiert auch der Abschnitt mit dem Schlusssatz; la Recherche en pharmacopee traditionelle et autres herbes officinales; Dies war erst mal eine Erleichterung.In Gitega wurden wir dringend erwartet. Der Teegarten im Zachäus-Haus war mit Freude anzusehen. (vorzeige Projekt) Der Schreck, dass außerhalb der Mauern auf dem großen Feld, die Ernte geklaut war, saß noch tief. Für das kleine Krankenhaus der Bene Tereziaschwestern in Songa sollte der Heilpflanzergarten angelegt werden. Die Afrikamissionare der Weißen Väter in Gitega mit Pater Hugo Leins hatten eine gute Pflanzenpalette für mich bereit stehen, so das wir sofort das Artemisia Pflanzfeld anlegen konnte mit zwei einheimischen Frauen zum Anlernen. Ich weiß es nicht, warum es den Menschen hier so schwer fällt, Wissen, Erfahrungen und Kenntnisse untereinander auszutauschen. Mentalität, Scheu und Unterwürfigkeit vom Ursprung her spielen eine große Rolle. Es war aber auch erfreulich zu sehen dass es sich verschiedentlich abbaut. Der Besuch bei der Kolpingfamilie in Gitega zeigte diesen Austausch von Wissen und Helfen untereinander deutlich.Sie wohnen weit ab von der Stadt in unwegsamen Gelände ohne Strom und fließendem Wasser. Aber sie haben ihre eigenen Artemesia-Pflanzen um ihre bescheidenen Hütten und tauschen ihre Stecklinge untereinander aus, wie ich es mit ihnen, vor drei Jahren bei meinen ersten Besuch, praktiziert habe. Es war für sie selbstverständlich, dass ich den Frauen und jungen Männern wieder neben der Artemisiapräsentation auch noch ein paar Tage Schneider- untericht geben musste. Das gleiche Thema war auch in den Nähstuben der Behinderten im Zachäus-Haus, wo immer unser Quartier während des Aufenthaltes in Gitega ist. Hier ist Friedhelm als Schreiner immer gefragt, nicht nur für Möbelstücke auch Holzrechen die in der Landwirtschaft benötigt werden und die Arbeit erleichtern sollen. Über Beschäftigung für uns zwei Senioren, brauchten wir uns nicht beklagen, da wäre es allen lieb gewesen wenn wir noch ein paar Wochen Aufenthalt verlängert hätten. Mit den 6 Afrikanischen Studenten der Schönstadtbewegung in Gitega die übrigens alle ein gutes Deutsch sprechen, haben wir gemeinsam alle Praktiken und Theoretiker des Artemisia Medikamentes durch gearbeitet. Sie sind stolz, das sie eine Übersetzung in Kirundi mir für den Begleitzettel einer Therapie 50 gr. Tee für 7 bis 10 Tage fertigen konnten und bezeichnen sich jetzt als "Artemisia-Apostel". Die Übersetzung und eine kleine Broschüre in Französisch hab ich dann jedes 200-mal drucken lassen was bei den verschiedensten Präsentationen mit verteilt wurde. Mann muss bedenken, dass die wenigsten Barundi Französisch können, daher war ein Begleitschreiben in Kirundi sehr wichtig.Die Erkenntnis, auch von Dr. H.-Martin Hirt, dasmit der Anwendung des "Artemisia annua" auch zweigleisig gegen den Malaria-Erreger gekämpft werden kann in dem der Tee zu Tabletten gepresst wird für Krankenhäuser u.s.w., ist eindeutig. In Burundi fanden wir keinen mutigen der sich als berufener für so eine Aktion fühlte, vielleicht später? Da können wir große Hoffnung auf das Unternehmen von Verena Stamm in Burundi setzen, die zurzeit sich voll einsetzt neben den Bau einer Grundschule noch eine Ausbildungsstätte für Pharmazeutika mit Naturheilkund- lichen Pflanzen einzurichten, die ersten Artemisiapflanzen sind selbst schon in der Bauvase gesetzt.

Eine Erleuchtung brachte uns mit einem 5 Tage Visa und einer Abenteuerlichen Busverbindung in den Kongo nach Bukavu zu einem alten Freund Pater Benno Baumeister. Sein Missionshaus war für uns als Ausgangspunkt der Artemisia Aktion. Hier trafen wir mit dem 93 jährigen Weißen Vater Georges Dufour in seinem Artemisia-Garten zusammen, er hat in seinem Leben viel experimentiert und in Büchern veröffentlicht. Mit seiner Teeproduktion hilft er die arme Bevölkerung die bei ihnen an der Tür klopfen, krank sind und um das Medikament bitten. Aber das wichtigste, wo sich auch der alte Pater Dufour mit uns drüber gefreut hat, war das Ergebnis des Besuches in Bukavu bei der Pharmakina. Der Direktor ofAgronomy & ProduktionDirk Gebbers zeigte so eine aufgeschlossene Bereitschaft der Zusammenarbeit in der Findung eines zweiten Weges, den Tee in seiner Ganzheit, gebunden für Hospitäler u.s.w. zugängig zu machen. Dieser Familienbetrieb des deutschen Herrn Gebbers der mit seinen CenienfeldernJahrzehnte viele Produkte für die Afrikaner entwickelte und produzierte, hat auch schon seine Erfahrung mit Artemisia annua gemacht. Bisher war das Ergebnis am Ende zu Teuer. Für die Kinder hat er schon einen Artemisiasirup entwickelt, der aber auch am Ende von der normalen Bevölkerung nicht bezahlbar ist. Auch das Probieren mit der Tablettenpresse und Zusätzen war nicht zu realisieren. Aber das Ergebnis der Gespräche und Vorschläge war gut. Herr Gebbers will einen Versuchmit seinen noch vorhandenen löslichen Kapseln angehen. Wir hatten ihm zugesagt, erstmal den Tee zu liefern aus Burundi, weil aus der Berglandschaft, 2000 Meter Höhe, die Tee Qualität mit dem größten Artemisingehalt ist um die Malaria-Erreger,(Parasiten) zu bekämpfen. Den getrockneten Tee will Herr Gebbers pulverigeren und dann auf nachfrage beim Dr. Hirt 5gr. Teepulver in 4 oder 5 Kapseln verteilen, weil dies die Tagesdosis für den Malariapatienten ist und gut geschluckt werden kann. Nach seiner Schätzung ist dies die billigste und einfachste Methode. Nur Teefelder anlegen kann er nicht, weil das, wie ich es selber weis, die aufwendigste Arbeit ist, dies kann und muss im eigenen Land angelegt werden im Größeren Stiel um Flächendeckend in den Hospitälern die Vielzahl der Malariakranken zu versorgen.

Nach 5 Tagen Bukavu war dann die Rückreise nach Burundi mit der sofortigen Organisation, Tee über die Verbindung der Weißen Väter nach Bukavu zu traspotieren. Um ihnen einen Ansporn zu geben für die mehr Teeproduktion habe ich erstmal 3 Eimer gute und saubere Qualität der Überproduktion dem Malariazentrum abgekauft und auf die Riese nach Bukavu geschickt. In Gitega bin ich nach dem gleichen Anspornprinzip vorgegangen und hab den Überschuss aufgekauft für Bukavu, in der Hoffnung, das sie anfangen zu Denken für ihre Unabhängigkeit mit der Pflanze der Hoffnung. Jeder kann es herstellen und einnehmen. Die Problematik besteht aber bei der Disziplin der Personen, wenn man an die Regelmäßigkeit, an die Qualität der getrockneten Pflanzen oder an die Dosierung denkt. Wird jeder einzelne, besonders in einem Land mit hohem Analphabetismus, wirklich so gewissenhaft sein, das alles zu beachten. Wir wollen und müssen eben guter Hoffnung sein, die Wirksamkeit gegen den Erreger hat auch schon bei der chronischen Malaria erfolg gezeigt, bei der bisher alle früheren Mittel versagt haben.

Es erreicht mich gerade eine veröffendlichung der Deutschen Ärztezeitung. Das Antimalariamittel Coartem, ein Artemisinin-Kombinationspräparat ist jetzt in die Liste der essentiellen Heilmittel der Weltgesundheitsorganisation(WHO) aufgenommen worden. Das Medikament soll zum Selbstkostenpreis zu Verfügung gestelltund innerhalb der weltweiten Initiative "Roll Back Malaria" durch die WHO abgegeben werden.Dies nur zur Information.

Es ist aber wieder kein Präparat aus der Ganzheit der Pflanze, ohne eventuelle Nebenwirkungen durch andere Kombinationen.

Weiter ist zu lesen: Das Malariamittel wird von einem Unternehmen in China hergestellt. Es wurde in Zusammenarbeit mit chinesischen Forschern des Instituts für Mikrobiologie und Epidemiologie in Peking entwickelt. Das Mittel besitzt die gleiche Zusammensetzung wie das in Europa zugelassene Riamet, nämlich Arthemeter plus Lumefantrin.

Ich nehme an das mit dem angehängten Artikel an meinen Bericht, sie Herr Gebbers in Bukavu und Herr Dr. Hirt was mit anfangen können, wenn sie ihn noch nicht gelesen haben.

Allen Afrika und Burundi Freunden mit meinem Reisebericht, die besten Glück und Segenswünsche von

Hannelore und meinem treuen und geduldigen Reisebegleiter Friedhelm.